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March 11, 2019

aiic trauert nach dem Flugzeugunglück der Ethiopian Airlines

aiic trauert nach dem Flugzeugunglück der Ethiopian Airlines

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March 11, 2019

Unser Berufsverband hat bestätigt, dass der Kreis der aiic bei dem tragischen Absturz des Fluges ET302 am 10.03. 2019 drei seiner Mitglieder verloren hat. Es sind dies Suzan Abul Farag (Kairo, Ägypten), Graziella De Luis (Rom, Italien) und Esmat Orensa (Kairo, Ägypten).

Als Zeichen der Erinnerung schlägt die AIIC vor, dass Mitglieder am Montag, den 18. März 2019, eine Blume tragen.

Liebe Suzan, Gachi und Esmat, möget Ihr in Frieden ruhen.

Siehe hierzu auch: https://members.aiic.net/page/8770/in-remembrance-of-aiic-members-lost-in-ethiopia-tragedy/lang/1

February 18, 2019

Simultandolmetschen drittanstrengendster Beruf

Ob Fachkongress oder Filmpreis: Simultan-Dolmetscher übersetzen live. Länger als 30 Minuten am Stück hält kaum einer durch, es ist der drittstressigste Job der Welt.

Simultandolmetschen drittanstrengendster Beruf

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February 18, 2019

https://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-06/beruf-dolmetscher

Hören, übersetzen, mitsprechen

Ob Fachkongress oder Filmpreis: Simultan-Dolmetscher übersetzen live. Länger als 30 Minuten am Stück hält kaum einer durch, es ist der drittstressigste Job der Welt.

Von Markus Schleufe

26. Juni 2012, 13:03 Uhr

Ungefähr vier Stunden wird der Einsatz von Sabine Nonhebel dauern. Ihre erste Pause hat sie schon nach einer halben Stunde. Was nach sehr moderaten Arbeitszeiten klingt, ist allerdings ein Knochenjob: Denn Sabine Nonhebel arbeitet als Konferenzdolmetscherin und dieser Beruf ist nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2007 der drittstressigste Job der Welt – gleich hinter Pilot und Fluglotse.

"Die Arbeit ist anstrengend. Wir sitzen immer zu zweit in der Dolmetscherkabine und wechseln uns alle 30 Minuten ab", erzählt die Dolmetscherin. Viele Konferenzen, bei denen sie übersetzt, dauern länger als sechs Stunden. Dazu gehören internationale Konferenzen und Kongresse, Jubiläumsveranstaltungen und auch Preisverleihungen. "Wir werden im Grunde bei allen mehrsprachigen Veranstaltungen eingesetzt", sagt Nonhebel.

Sie selbst spricht Deutsch, Französisch und Englisch. Simultan-Dolmetschen erfordert höchste Konzentration. Über Kopfhörer hören die Übersetzer, was die Redner sagen. Sie müssen dann das Gesprochene simultan – also parallel zum Redner – für das Publikum verständlich in die jeweils andere Sprache übersetzen. Gleichzeitig zuhören, übertragen und verständlich darstellen, das fordert den Übersetzern einiges ab. Darum sind die Pausen sehr wichtig, der Körper und das Gehirn brauchen diese Zeit zur Regeneration. Richtige Auszeiten sind die Pausen, in denen sich die Dolmetscher abwechseln, aber nicht. Einfach aufstehen und gehen oder machen, was sie wollen – das geht nicht. Weil die Übersetzer immer zu zweit in den Kabinen sitzen und das Mikro immer an ist, sind alle Hintergrundgeräusche zu hören. Da wird selbst Wasser einschenken und trinken zur Herausforderung.

Vor jeder Veranstaltung müssen sich die Übersetzer außerdem in das Fachthema einarbeiten. Gerade bei internationalen Kongressen kommt es oft auf Fachvokabular an. Das müssen die Simultanübersetzer kennen. "Wenn beispielsweise hochkarätige Wissenschaftler über ihr Fachthema referieren, muss ich wissen, worum es geht und was ich da gerade übersetze", sagt Nonhebel.

Konzentration ist alles

Schlicht Vokabeln zu pauken, reicht da nicht. Die Dolmetscherin muss die Wörter im Kontext verstehen. Darum bereitet sie sich mit Lesen von Fachpublikationen auf die Thematik vor. Ziemlich aufwendig – denn je nach Veranstaltung variieren die Themen sehr stark. Heute ein Juristenfachkongress, morgen Klimawandel, übermorgen ein Filmpreis. Nonhebel war schon auf Anwalts- und Ärztekongressen, Fischereitagungen, Architekturmessen und Aktionärsversammlungen als Konferenzdolmetscherin tätig. "Die Vorbereitung dauert mitunter länger als der eigentliche Auftrag."

Nicht zu verwechseln ist die Arbeit von Dolmetschern übrigens mit der Arbeit von Übersetzern. Denn während Übersetzer ausschließlich Texte aus einer Sprache in eine andere schriftlich übertragen, befassen sich Dolmetscher mit gesprochenen, fremdsprachlichen Äußerungen und ihrer mündlichen Übertragung, wie es die Berufsdefinition beschreibt.

Für die Arbeit als Konferenzdolmetscher sind unter anderem starke Nerven, eine gute Allgemeinbildung, der sichere Umgang mit der eigenen Mutter-, sowie der Fremdsprache und die Fähigkeit, sich schnell in fremde Themengebiete einarbeiten zu können, nötig. Außerdem brauchen die Dolmetscher interkulturelle Kompetenzen, müssen über Bräuche und Gepflogenheiten Bescheid wissen. Die Arbeit ist also sehr anspruchsvoll. Geistige Ausdauer und starke Konzentration sind Grundvoraussetzung für diesen Job.

Dolmetscher ist keine geschützte Berufsbezeichnung, theoretisch kann jeder in diesem Beruf arbeiten. Die Chancen, in der Branche Fuß zu fassen, sind allerdings ohne ein entsprechendes Studium sehr gering. Ein solches bieten Universitäten, Fachhochschulen , aber auch Privatschulen an. Hier werden neben der Perfektion der sprachlichen Fähigkeiten vor allem Techniken zum Dolmetschen in unterschiedlichen Situationen gelehrt. Wie gehe ich mit Schnellrednern um? Wie mit Rednern, die nuscheln?

Einsteiger haben es schwer

Die meisten Dolmetscher sind freiberuflich tätig und kümmern sich selbstständig um Aufträge und Kunden. Abgerechnet wird, unabhängig von der Dauer eines Auftrages, grundsätzlich ein Tageshonorar. Darin enthalten sind Aufwand für das Einarbeiten vorab und der Einsatz vor Ort. Reisekosten kommen zusätzlich hinzu. Die Höhe des Honorars variiert und ist abhängig von der Sprache und von der Erfahrung des Dolmetschers.

" Selbstvermarktung ist alles [https://www.zeit.de/2012/25/C-Coach] in der Branche. Man braucht auch ein gutes Netzwerk, denn viele Aufträge kommen von Kollegen, die fragen: Willst du mit auf eine Veranstaltung?", sagt Nonhebel.

Mentoren helfen beim Einstieg

Entsprechend schwierig ist es für Newcomer. Deshalb bietet der Verband der Konferenzdolmetscher [http://www.vkd.bdue.de/] ein Nachwuchsprogramm für Einsteiger. Hier arbeiten junge Dolmetscher mit erfahrenen Kollegen zusammen und können sich mit allen Fragen an diese wenden. Wo bekomme ich Kunden her? Wie läuft ein Auftrag ab? Wie habe ich mich vor Ort zu verhalten?

Hat man es erst geschafft und erste Auftraggeber gefunden, bleiben viele mit Begeisterung dabei. Denn jeder Auftrag ist eine Herausforderung, sagt Nonhebel. "Wir haben viel mit interessanten Menschen zu tun und bekommen Einblicke in viele unterschiedliche Branchen und Berufe. Das macht die Arbeit besonders spannend."

Verdienst: variiert, abhängig von Erfahrung und Auftraggeber;

Ausbildung: Studium an Universität, Fachhochschule oder einschlägiger Privatschule;

Arbeitszeit: Veranstaltungsabhängig, bis zu sechs Stunden pro Auftrag

February 1, 2019

Tag der Muttersprache

Die UNESCO widmet der Muttersprache mit dem 21. Februar einen Aktionstag, den internationalen Tag der Muttersprache.

Tag der Muttersprache

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February 1, 2019

In Zeiten der Globalisierung und sozialen Netzwerke hören und sprechen wir immer häufiger in anderen Sprachen. Vor allem Englisch wird im Zuge dieser Entwicklung zur Lingua franca, einer Art von Verkehrssprache. Dabei scheinen passende Wortwahl und Ausdrucksfähigkeit immer mehr an Bedeutung zu verlieren.

Indessen soll Nelson Mandela während der Verhandlungen zur Überwindung der Apartheid in Südafrika gesagt haben: If you talk to a man in a language he understands, that goes to his head. If you talk to him in his language, that goes to his heart.”

Unsere Muttersprache ist etwas ganz Besonderes, ein Kommunikationsmittel, das uns in unserer Kindheit geschenkt wird, die Fähigkeit, uns in einer Sprache auszudrücken, ohne – zumindest bis wir in die Schule kommen - groß nachdenken zu müssen. In den Worten Nelson Mandelas eine Sprache, die unser Herz berührt.

Auch beim Dolmetschen stoßen wir oft auf Settings, in denen Englisch als Lingua franca benutzt wird und dies dazu führt, dass manche Teilnehmer nicht alle Details verstehen bzw.  nicht das zur Diskussion beitragen, was sie sagen wollen, sondern nur das, was sie sagen können. Unsere akzente-Kollegin Gabriela Ibarburu hat in einer wissenschaftlichencArbeit die Möglichkeiten und Grenzen des Englischen als Verkehrssprache am Europäischen Parlament aus Sicht der Konferenzdolmetscher erforscht. Im Rahmen dieser Untersuchung kam sie u.a. zu dem Ergebnis, dass „im Allgemeinen (…) festzustellen ist, dass Dolmetscher beim Dolmetschen eines nicht-muttersprachlichen EN-Redners mehr Kapazität in der Verständnisphase aufwenden müssen, was eine höhere Konzentration erfordert und zu einer schnelleren Ermüdung führt“.

Unser Fazit: Sprechen Sie in Ihrer Muttersprache. Wir lassen Ihre Worte bei Ihrem Gesprächspartner ankommen!